Bespielbare Welt - Begreifbare Welt

Teil 1: Praxisteil mit Workshops und Spielfest vom 11. bis 15. September 2014 in Bonn
Teil 2: Theorieteil/Fachtagung 16. bis 18. November 2014 in der Akademie Remscheid

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Von der Kultur zum Spiel

Die Bedeutung des Spiels in Afrika und Lateinamerika in der Lebenswirklichkeit.
Dr. Hans-Martin Große-Oetringhaus

Von jungen Drahtauto-Konstrukteuren, Straßenfußball-Profis und Kreisel-Experten

Jede Kultur hat ihre eigenen Spiele entwickelt. Und doch gibt es zahlreiche Formen des Spiels, die sehr ähnlich sind. Auch Kinder in anderen Kontinenten lernen das Leben auf spielerische Weise kennen. Solche Gemeinsamkeiten wie auch die Unterschiede beim Spielen in den Ländern des Südens stellt Hans-Martin Große-Oetringhaus schwerpunktmäßig an Beispielen aus Afrika und Lateinamerika dar.
Da er nicht nur Kinder- und Jugendbuchautor ist, sondern auch fast 30 Jahre lange Referent für Globales Lernen der internationalen Kinderhilfsorganisation terre des hommes war, hat er zudem erfahren, wie das Spiel in zahlreichen Projekten eingesetzt wird, um Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihren Alltag zu bewältigen. So hat das Spiel in der Traumata-Therapie eine besondere Bedeutung. Das haben Projektpartner von terre des hommes besonders nach dem Tsunami in Süd-Ost-Asien oder 2010 nach dem Erdbeben in Haiti erfahren, ebenso wie in Projekten mit Aids-Waisen in Mosambik oder mit Kindersoldaten in Kambodscha und Kolumbien. Auch bei der Arbeit mit Straßenkindern nimmt das Spielen eine wichtige Funktion ein.
Da sich der Autor für das vor allem in Lateinamerika weit verbreitete Spiel mit dem Kreisel und für das vor allem bei afrikanischen Jungen beliebte Erstellen von Drahtautos begeistert, wird er auf diese beiden traditionellen Spielformen, über die er auch Kinder- und Jugendbücher geschrieben hat, in besonderer Weise eingehen.
Natürlich darf beim Vorstellen der Spiele in Lateinamerika und Afrika der Straßenfußball nicht vergessen werden. Sein Zauber ist weltumfassend.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten beim Spiel, aber auch auffallende Unterschiede, die die jeweilige Kultur und Lebenssituation wiederspiegeln. Auf sie wird der Beitrag eingehen, ebenso wie auf das Recht der Kinder auf Spiel.

Methoden
Vortrag, Fotos per PowerPointPräsentation, Exponate.

Dr. Hans-Martin Große-Oetringhaus, Kinder- und Jugendbuchautor; 30 Jahre lang Referent für Globales Lernen der Kinderhilfsorganisation terre des hommes.

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